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Potential assistiver Technologien für das Gelingen inklusiven Unterrichts

DISSERtationsvorhaben Hanna Linke

In der VN-BRK wird in Art. 24 die Inklusion in der Bildung als Ziel formuliert. Als Voraussetzung für Inklusion insgesamt benennt die Konvention Barrierefreiheit (Zugänglichkeit – Accessibility) in Art.9, die Nutzung von (assistiver) Technologie  u.a. in Art. 4. und  universellem Design in Art.2. Damit wird durch die Konvention ein Handlungsrahmen für den Bereich Bildung vorgegeben, der in den Unterzeichnerstaaten umzusetzen ist. In der föderalen Struktur Deutschlands liegt der  Bildungsauftrag  bei den Bundesländern, die alle an entsprechenden Umsetzungsplänen arbeiten. In NRW sind die angesprochenen Aspekte in den Landesaktionsplan „Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv“ eingegangen. Gerade im Bereich der Schule stellen sich vielfältige Aufgaben, die angepackt werden sollen.  Rechtliche, bauliche und organisatorische Fragen, Weiterbildung und Kooperation zwischen Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern sind nur einige relevante Elemente. Im Kontext inklusiven Unterrichts ist ein Umdenken in der Unterrichtsgestaltung notwendig.  Es entstehen viele Fragen zur Realisierung im Unterrichtsalltag.

Ausgehend von diesem Handlungsrahmen und dem konkreten Problem wird in dieser Promotion der Stellenwert von technischen Hilfsmitteln in der Umsetzung inklusiven Unterrichts diskutiert.  Es soll insbesondere das Potential der technischen Hilfsmittel, mit denen die Kinder versorgt sind oder welche bereits in den Schulklassen vorhanden sind, für das Gelingen inklusiven Unterrichts  auf der Grundlage qualitativer Forschungsmethoden untersucht werden.  Die Hilfsmittel kommen einerseits aus dem Bereich der assistiven Technologie, die Kinder mit Behinderungen mitbringen und im alltäglichen Gebrauch haben. Dazu kommen pflegerische Hilfsmittel und Unterrichtstechnologien, die von der Schule vorgehalten werden. Alle diese Hilfen müssen vielseitigen Anforderungen von Seiten der Lehrer, der Schüler und der Lernumgebung genügen. Hinzu kommt der Kostendruck und die Frage nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot (SGB V §12). Aber auch die Hilfsmittel selbst wirken sich auf die Gestaltung und  Anforderungen an die Umsetzung im inklusiven Unterricht aus. Die Grundannahme ist dabei, dass durch gezielte Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten im Klassenraum und im Schulkontext ein positiver pädagogischer Mehrwert für die Schüler im inklusiven Unterricht erzielt werden kann.